Der Mai im Jahr 2002

31 tägliche Berichte.

1. Mai 2002. (Maifeiertag – Tag der Arbeit)
12:00 – Brauche heute kein Mittagessen zu machen Wir (Josef und ich) fahren zu einem amerikanischen Waffenstützpunkt. Der hat heute den Tag der „Offenen Tür“! Dort essen wir eine saftige Schweinshaxe und bummeln anschließend herum und sehen uns die Buden, Attraktivitäten und den Flohmarkt an. Ich kaufe mir eine kleine Porzellanfigur: Ein Mädchen mit einem Rucksack auf dem Rücken und einer Taube auf dem Arm. Zu ihren Füssen ein kleines Hündchen. Jetzt ist der niedliche Porzellanschornsteinfeger, den ich von meiner Schwiegertochter zu Weihnachten bekommen habe nicht mehr so allein auf dem Bücherregal.
Irgendwann reicht es wieder! Gemächlich fahren wir heim, wollen Kaffee trinken im Garten. Wird aber nicht gleich was draus, denn um 15 Uhr findet (in der Mariaorter Wallfahrtskirche) eine „Maria Bavaria Messe“ statt, die musikalisch von zwei Volkssängerinnen gestaltet wird.
Anschließend klappt es mit dem Kaffee, den nehmen Josef und ich im Garten ein. Dann ein Ruhepäuschen im Gras auf einer Matte. Kurz vor 17 Uhr – auf der Straße flaute langsam der Ausflugsverkehr ab – treibe ich meinen Göttergatten von seiner Liege hoch – ich will jetzt noch Rollerbladen. 3, 5 km hin und das selbe zurück – die Sonne scheint noch wunderbar mild – wir gleiten rasch dahin und genießen es. (Zur Information – ich war damals 54 und Josef 64 Jahre alt.)
Nach dem wir zurückkommen, setzen wir uns zum Ausruhen in den Pavillon. Plötzlich spricht uns jemand an: Es ist unsere Schwiegertochter (Conny). Sie ist mit Florian und Freunden- ebenfalls – auf den Weg zum amerikanischen Volksfest und hat angehalten, um uns etwas zu fragen: Sie braucht für morgen einen Babysitter und nach kurzer Beratung, erklärt sich Josef einverstanden, ihn zu machen.
18:00 – Ein schöner Tag geht langsam zu ende – ich fahre mit dem Roller in meine Wohnung. Dort beginne ich mit diesem Bericht, den ich jetzt – 19:36 – erst einmal beende, um ein bißchen Englischtext zu scannen.
22:11 – Schluss für heute mit Englisch, jetzt zur Belohnung noch etwas FreeCell! Dann wirds Zeit zum Schlafen.

2. Mai 2002
8:00 – Bin schon länger wach, mache aber jetzt doch mein Frühstück, daß ich wie üblich (im Bett) einnehme.
9:00 – Sitze am Computer (im Schlafanzug, Wohnung noch unaufgeräumt) und schreibe die Tagesberichte der letzten 6 Tage fertig.
13:06 – Nach stundenlangem Arbeiten an den täglichen Berichten und deren Aufbereitung fürs Internet, mache ich jetzt erst einmal Schluß damit und fahre zu Josef. Josef selbst ist ja im Moment bei Sohn und Schwiegertochter und paßt auf die Enkelin auf. Ich hoffe, sie haben Spaß miteinander.
Da ich noch nicht sehr hungrig bin, ziehe ich meine Sportsachen an und ab gehts zum Geh – und Lauftraining. (Dazu fuhr ich meistens zu Josefs Wohnung, denn von dort aus ging es los.) Heute nehme ich mir für den Hinweg nur 20 Minuten vor – immer im Wechsel 5 Minuten gehen, 5 Minuten laufen. Dazwischen lege ich an Bänken, die meinen Kurs säumen, Halt ein und mache Kniebeugen, Liegestützen, Lockerungsübungen, Kopf- und Nackengymnastik. Das 5 x 5 ist anstrengend, aber ich versuche, es durchzuhalten. Nur die Letzten schaffe ich dann doch nicht mehr. Macht nichts, war auch so fleißig.
Zurück gekommen mache ich mir etwas zu trinken; Hunger habe ich jetzt, so verschwitzt und ausgepumpt wie ich bin, immer noch nicht.
15:00 – Wärme ich mir ein Mittagessen von Resten, die ich in seinem(Josefs) Kühlschrank finde, auf. Dann packe ich die dicke Liegenauflage ins Gras und gönne mir ein Päuschen.
16:00 – Ich fühle mich noch zermatscht, aber die Gartenarbeit will getan werden. Also los Hildegard, reiß dich zusammen und tue etwas, du wirst schon wieder munter werden!
Ja und dann habe ich kontinuierlich bis kurz vor 20 Uhr folgendes getan: Rasen gemäht, Blumensetzlinge eingepflanzt, Wasserpflanzen, die ich beim Reinigen des Fisch-Beckens aus dem Untergrund herausgezogen hatte – nachdem ich sie so nicht mehr zurückstecken konnte – in kleine Töpfchen mit etwas Erde gesteckt, das Ganze mit Steine beschwert und dann einfach wieder im Becken versenkt. Platsch hat es gemacht und weg waren sie (Ich hoffe, meine Fische haben sich nicht zu sehr erschreckt.) und Tomaten gepflanzt (wehe es kommt noch ein Nachtfrost, dann kann ich sie vergessen)
20:15 – Ich komme heim (in meine eigene Wohnung – denn damals hatten wir uns für 11 Jahre eine erholsame Trennung gegönnt!), mache Wasser heiß für Tee und zum Müsli aufquellen, und spiele dann erst einmal zur Entspannung mein bewährtes FreeCell.
22: 00 – Fahre den Computer runter, ziehe mich aus, hole mein Müsli und lasse es mir bei einem Fernsehfilm im Bett schmecken. Kurz vor 1 Uhr 30 lösche ich das Licht: Hätte doch nicht mehr so spät Bohnenkaffee trinken sollen!

3. Mai 2002
8:40 – Bin mit Frühstücken fertig, jetzt wird geduscht und Körperpflege gemacht.
9:25 – Die Hausarbeit ist erledigt. Nun bekommen auch alle Pflanzen in meiner Wohnung etwas zu trinken. Ach ja, und Wäsche waschen wird auch wieder mal fällig. Ich suche alle weißen Stücke zusammen – rein damit in die Maschine, Pulver dazu und los geht es. Kurz bevor ich mich an den Computer zu meinem Tagesbericht setze nehme ich ein Büchlein mit Sprüchen in die Hand, blättere darin. Ein Spruch gefällt mir heute besonders, weil er gut auf meinen Josef paßt. Ich ruf ihn spontan an, wünsche ihm einen guten Morgen und lasse ihn den Spruch erst aufschreiben und dann vorlesen: ‚Wer alles erst nimmt, was die Leute sagen, tut ihnen zu viel Ehre an. Sich selber wird er dadurch plagen – das hat noch keinem gut getan.’ “Nimm dir das zu Herzen!” rate ich ihm. Das will er!
10:00 -11:00 fertig mit Bericht, jetzt nähe ich noch ein bißchen.
12:00 – Wäsche raus, in den Trockner, neu rein, weiter nähen!
13:00 Fahre zu Josefs Wohnung, er ist aber noch unterwegs.
Zwischen 13:00 und 18:30 – Lauftraining, Mittagessen, Ruhestunde, Gartenarbeit, Kaffee und Kuchen – macht Josef, der inzwischen zurück ist, Rückfahrt in meine Wohnung.
18:45 – Scanne englischen Text bis 20:30, dann reicht es mir!
An dieser Stelle rasch noch einen Gruß an meine Buben und ihre „Frauen“ – Ich liebe euch!

4.Mai 2002
9:10 – Josef kommt mit den Frühstücksachen in meine Wohnung, anschließend legen wir uns ins Bett, kuscheln und reden.
11:00 – Jetzt muss J. aber schnell weg; der Drogeriemarkt macht um 12 Uhr zu und ich brauche noch Brottrunk. Räume auf, Wäsche zusammenlegen, Wäsche in Trockner, Wäsche in Waschmaschine.
12:12 – Korrekturarbeiten an meinem Kinderroman weiter betreiben.

Bild und Text einfügen

14:00 Mittagessen, schlafe anschließend bis 18:00. Schwiegermutter ruft an, wirft mich aus süßen Träumen, labert mir die Ohren voll mit Geschichten, die sie schon oft erzählt hat. Sie ist schon 92 Jahre, ich höre es mir geduldig an, tröste oder lobe, je nach Lage.
20:00 Englisch Text scannen bis 22:30, dann ins Bett und fernsehen, bis die Augen nicht mehr offen bleiben.

5.Mai. Sonntag
8:30 – Frühstück; heute kein Kirchgang, bleibe wegen meiner schmerzenden Schulter länger im Bett.
10:00 – Arbeite an der Korrektur meines Kinderromans bis 12:05
12:45 – Josef holt mich ab (er hatte damals immer das Auto, ich einen Roller), wir holen seine Mutter ab, gehen gemeinsam zum Essen. (Sie zahlt für uns mit, ist den Rest des Nachmittages immer wieder sehr kritisch.) Nach dem Essen fahren wir bei ihrer Wohnung vorbei, holen Erdbeerkuchen und Sahne, fahren zu Josef Wohnung. Treffen da auf meinen ehemaligen Chef (da war Sprechstundenhilfe in einer urologischen Arztpraxis), wechseln ein paar Sätze. Besuchen gemeinsam die Marienandacht (es singt ein sehr bekannter Knabenchor und die Kirche ist entsprechend voll). Es ist noch zu frisch, um den Kaffee im Garten einzunehmen, als tun wir es im Wohnzimmer.
17:00 – Schwiegermutter wird von meinem Schatz heim gebracht; und ich muß jetzt noch ein bißchen Laufen, den Müll aus meinem Kopf entfernen, den Ihr Reden angehäuft hat. (Nehme die Hanteln mit, verstecke sie nach 10 Minuten aber im Gras, laufe weiter; als ich zurückkomme, sind sie verschwunden. Hätte nicht gedacht, daß die jemand findet. Und dieser jemand, dieses Riesenrindvieh, hätte sie doch dann wirklich liegen lassen können.) (Es ist schon interessant, wenn ich jetzt diese Seiten nach 18 Jahren – also 2020 – korrigiere, was sich damals so ereignet hat):
19: 00 – Scannen von englisch Text bis 22:35, dann etwas Fernsehen, um 23 Uhr Licht aus.

6. Mai 2002
Nach dem Frühstück sprenge ich Tischwäsche mit Wasser ein, räume meine Wohnung auf. Dann lege ich Wäsche zusammen, bügle die Tischdecken und eine Hose. Packe Wäsche und Sonstiges zusammen, weil ich für 1 1/2 Tage zu Josef ziehe, um mit ihm gemeinsam auf unsere Enkelin (damals 2 Jahre alt) aufzupassen und zu versorgen.
11:00 – Josef holt mich ab, fahren zu seiner Wohnung. Ich koche für mich Kartoffeln und etwas später lege ich „Regensburger“ zum Heißmachen dazu. Josef macht für sich “Kalte Küche”.
14:30 – Sohn Florian kommt, bringt seine Tochter und – welche Freude – in unserem Anhänger Rindenmulch für den Garten mit. Er und ich spielen ein wenig mit Chantal. Begeistert stellt er Holzsteinchen übereinander, die sie begeistert wieder umwirft. Gehen in den Garten, es ist ja einigermaßen schön draußen.
Florian fährt wieder heim. Ich fange an, den Rindenmulch auf den Beeten auszuteilen. Chantal betätigt sich auch als Gärtnerin: Sie greift sich immer wieder mit beiden Händen Erde aus den Blumenkästen, tut sie in Plastikbehälter und schütte sie dann auf dem Rasen aus. Es macht mir nicht aus, denn sie vergeht sich nicht an den Pflanzen selber. Ich freue mich, daß sie beschäftigt ist. Auch daß sie über kurz oder lang so richtig mit Erde eingesaut ist, ist nicht schlimm! Das kann man alles wieder waschen! Voll ernstem Eifer hantiert sie und strahlt, wenn ich sie lobe.
17:00 – Ich bin müde, muß mich ein bißchen hinlegen. In Josef Wohnzimmer richte ich das Sofa zum Schlafen her. Chantal ist auch gleich zur Stelle, kriecht drauf, kuschelt sich ins Kissen, zieht die große Decke über sich. (Und zuhause bei ihren Eltern macht sie immer so ein Geschrei, wenn sie schlafen soll.) Josef kommt auch – wir drei schlafen fast zwei Stunden lang.
19:00 – Ermuntere Josef, mit mir und Chantal noch einen Spaziergang zu machen, bevor es zu dunkel dazu wird. (Schließlich soll die Kleine später wieder müde genug sein, um gut zu schlafen. Sie geht auch tüchtig fast die ganze Strecke, die wir ausgesucht haben, selbst.
Zurückgekommen, richten wir das Abendessen her und nehmen es zusammen mit unserer “Kleinen” zu uns. Anschließend darf sie noch ein wenig mit uns kuscheln, und schläft dann schnell und zufrieden in ihrem Bettchen ein.
23:00 – Josef verzieht sich in sein eigenes Bett und auch ich mache Schluß für heute.

7. Mai – kein Bericht!?

8.Mai 2002
7:30 – Werde wach, weil Chantal wach wird. Hebe sie aus ihrem Bett und bette sie zu mir aufs Sofa. Dann mache ich ihr Milch warm. Zuerst trinkt sie nur einen Schluck, dann noch einen, schließlich leert sie die ganze Flasche. Na, da wird ihre Mutter aber Augen machen, wenn ich ihr das erzähle, denn die Kleine hat bisher Kuhmilch verweigert und trank nur teuere Trockenmilch.
Weil Josef und ich ihre Eltern zum Frühstück erwarten, ziehen wir uns nun rasch an, Josef fährt zum Metzger, heißen Leberkäs holen und ich wickle Chantal und ziehe sie dann auch an.
9:10 – Conny kommt alleine.( Florian hat zur Zeit Nachtdienst; ist um 7 Uhr heimgekommen und war dann noch zu müde, um aufzustehen.)
Nach gemütlichem, gemeinsamen Essen, packt meine Schwiegertochter ihre Kleine und deren Sachen zusammen. Josef und ich bringen sie zum Auto.
Ich fahre anschließend in meine Wohnung, muß mich nun ausruhen. Chantal schenkt mir viel Freude, aber sie streßt auch, denn man kann sie kaum für Sekunden aus den Augen lassen.
Für den Rest des Tages spiele ich ein wenig FreeCell, lese ein Comic-Buch und sehe fern.

9. Mai 2002
10:26 – Nach Frühstück im Bett mit Mickymaus-Lektüre, habe ich die Zimmerpflanzen gegossen und sitze jetzt vorm Computer um, die Tagesberichte nachzutragen.
Das tat ich bis 12:15, jetzt schwinge ich mich auf den Roller und fahre zu Josef. Er hat schon einen Teil unseres Mittagessens (eine Ente) vorbereitet und ich werde jetzt die Semmelknödel dazu machen und Gemüse aus der Dose erwärmen.
14:30 – Die Ente plus Beilagen war vorzüglich, jetzt warten zwei Liegen auf Josef und mich. Stundenlang schlafen und dösen wir an diesem Tag im Garten. Um 20 Uhr essen wir die aufgewärmten Reste vom Mittag und dann mache ich mich auf den Weg in meine Wohnung und mein Bett. Ein bißchen fernsehen noch, dann endet dieser Tag.

10 Mai 2002
Heute ist mein Geburtstag – ich bin nun 56 Jahre alt.
An diesem Tag denke ich seit einigen Jahren immer an meine verstorbene Mutter. Sie brachte mich auf die Welt und ich habe sie geliebt, auch wenn wir uns nicht immer gut verstanden haben.
8:45 – Meine älteste Schwester ruft als erste an, um zu gratulieren, gleich danach meine Schwiegermutter.
9:00 – Ich richte das Frühstück her – mein geliebter Josef wird gleich da sein mit heißem Leberkäs und meinem Geschenk.
10 Uhr – Das Frühstück mit Josef war sehr schön – bekommen habe ich von ihm einen Schokoladenkäfer und einen Gutschein für Sportschuhe. Nun habe ich ihn heimgeschickt und lege mich noch ein wenig ins Bett.
Bis 10:55 genieße ich das Gefühl der entspannten Faulheit, dann hält mich nichts mehr drinnen.
10:55 – 16.00 – Sitze an meinen Computer, scanne und bearbeite englischen Text. Dann klingelt es an der Tür. Florian und Conny samt Töchterlein kommen zum Gratulieren. Sie bleiben eine Stunde, wir unterhalten und amüsieren uns, dann gehen sie wieder.
17:00 – Packe meine Schlafsachen und den Pflaumenwein meiner Kinder zusammen und fahre zu Josef. Dort schlüpfe ich mit seiner Hilfe in den Segleranzug und gehe eine Runde in unserem Flüßchen (die Naab) schwimmen. Das Wasser ist noch sehr kalt, aber es erwärmt sich schnell zwischen Haut und Anzug. Josef läßt mich nicht aus den Augen, bis ich wieder an Land steige.
Als ich in seine Wohnung zurückkomme, hat er schon das Sofa für mich hergerichtet. Ich schlüpfe in meinen Hausanzug an und ziehe mich mit einem Glas Wein auf das selbe zurück. Josef kommt etwas später dazu, nachdem er sein Abendessen beendet hat.
Schauen gemeinsam bis 22 Uhr fern, dann verabschiedet sich mein Schatz und verschwindet in seinem Zimmer. Ich schaue noch bis 24 Uhr und lösche dann das Licht.

11.05.2002
Von 0 bis 6:00 geschlafen.( Ich erwähne das nur, weil ich seit langem nicht mehr so viele Stunden hintereinander geschlafen habe.) Drehte mich um und schlief weitere 2 Stunden. Josef kam aus seinem Bett und kroch bei mir auf dem Sofa unter.
9:00 – Machen gemeinsam Frühstück.
10:00 – Fahren zum Einkaufen: Muttertagsgeschenk, Säfte und Essenssachen für den morgigen Mittag besorgen. Zurückkommend räumen wir die Sachen auf und ich gehe anschließend in den Garten. Schaue mich dort um, gieße ein bißchen, zupfe Unkraut, kehre die Straße vor dem Garten. Bis kurz vor 16 Uhr trödle ich herum, unterhalte mich mit einem Nachbarn, dann mit einem weiteren. Wieder zuhause, fröne ich den FreeCell-Spiel am Computer.
17:00 – Schiebe die neu gekaufte “Harry Potter Kassette” in den Recorder, lege mich mit einem Teller vorbereitetem Müsli ins Bett und schaue mir den Film an.
19:33 – der Film ist zu ende, ich spule ihn zurück und schaue ihn mir jetzt, wo ich den Bericht schreibe, noch einmal an.

12. Mai 2002
8:15 – Kurzes Frühstück im Bett, anschließend zu Josef und zusammen mit ihm die Messe besuchen.
10:15 – Koche für Muttertag! Die Schwiegermutter wird kommen, auch Sohn und Schwiegertochter mit Tochter.
Pünktlich um 13 Uhr sind alle da, setzen sich und lassen sich von mir bedienen. Josefs schwierige Mutter freut sich über ihr Muttertagesgeschenk – ein Geschenkteller mit verschiedenen Obstsäften und eine kleine Dose Pralinen.
Nach dem Essen ein kleiner Spaziergang, danach Kaffee und 1/2 Torte, die ich während des Kochens hergerichtet habe.
16:00 – Josef fährt seine Mutter heim, unser Sohn und seine beide Frauen machen sich ebenfalls auf den Weg nach Hause. Auch ich “rolle” heim, freue mich aufs FreeCell!
18:22 – Bin nun entspannt und erholt genug, fange an noch etwas Englischtext zu scannen.
21:35 – Schluss mit scannen, zeit ins Bett zu gehen.

13. Mai 2002
8:30 – Frühstück
9:19 – Englischtext scannen – habe nach dem Sonntag, den ich ganz der Familie gewidmet habe, keine Lust, meine Wohnung zu machen.
12:00 – Bis jetzt gescannt, fahre jetzt mit dem Roller zum Metzger – habe Appetit auf heißen Leberkäs.
Auf dem Rückweg springt der Roller nicht mehr an, muß zu Fuß nach Hause zurück.
Bis 14:20 mache ich Mittagspause, dann scanne ich weiter Englischtext.
16:00 – Habe bis jetzt gescannt! Bin nun ziemlich erledigt, die Augen fallen mir schier zu, lege mich hin.
17:15 – Nachdem es den ganzen Vormittag sehr trübe draußen aussah, ist nun der Himmel klar und blau; das macht Lust raus zu gehen. Ich mache mich zu Fuß auf den Weg zu Josef (das sind 4 km). Der kommt mir aber dann zufällig nach ca. 1 km mit dem Auto entgegen. Gemeinsam fahren wir zur Metzgerei. Ich starte nochmals den Roller, schaffe es aber nicht. Nun ist Josef an der Reihe! Gleich beim zweiten Mal springt der Mistroller an. Mit dem knattere ich dann zum Garten. Dort ziehe ich meine Sportschuhe an und mache mich an mein 40 minütiges Powerwalking. Zurückkommend, ruhe ich mich ein bißchen aus, ziehe dann Badeanzug und Neopren-Jacke an und schwimme eine Runde in unserem Flüßchen (das Wasser hat ungefähr 15 Grad).
Bis zur Heimfahrt um 20:30 durchwanderte ich den Garten, schaue mir meine Pflanzen, Blumen und Bäume an.
Zuhause ein bisschen FreeCell, ein wenig fernsehen hinterher, dann reicht’s für heute. Kurz bevor ich das Licht aus mache, macht es irgendwie “knacks” in meinem Kopf und Schmerzen stellen sich ein. Nehme deshalb noch eine Kopfwehtablette ein, damit ich schlafen kann.

14. Mai 2002
9:25 – Aufstehen (die Kopfschmerzen sind noch da, habe um 6 Uhr bereits ein weitere Tablette geschluckt.), aufräumen und sauber machen – seit 3 Tagen liegt alles herum.
13: 00 – Habe bis jetzt gesaugt, Computer gerichtet – Diskettenwerk und zusätzlichen 128 Megabyte Arbeitsspeicher eingebaut (ja, ja, das konnte ich damals alles selbst), Wäsche gewaschen, Boden gewischt. Nun fahre ich in den Garten.
Bei Josef mache ich Mittagessen; das nehmen wir im Garten zu uns. Anschließend lege ich mich auf die Liege in den Schatten. Ich bin fix und alle, seit der vergangenen Nacht habe ich Kopfschmerzen! Nach zwei Stunden ruhen, sind die Kopfschmerzen endlich weg und ich fühle mich wesentlich frischer als am Vormittag. Mache mir einen Kaffee und gönne mir ein paar Plätzchen dazu. Jetzt habe ich auch noch Lust, etwas im Garten zu tun – und das mache ich dann auch: Wäsche von Josef abnehmen, gewaschene aufhängen, Rasenmähen, Blumensamen säen, gießen, Rasenkante säubern.
19:00 – Mache mir vom Mittagessen den Rest warm, setze mich dazu wieder in den Garten. Auch Josef kommt mit seinen Speisen. Die Sonne steht schon tief, spiegelt sich im Wasser wie pures Gold und gibt den Blätter der Bäume und Büsche ein leuchtend grünes Aussehen. Die Vögel rings um uns stören sich nicht an Josef und mir. Sie schwirren herum, trinken in nächster Nähe aus unserem Fisch-Becken und picken sich die Raupen von den Bäumen. Es ist sehr still und friedlich!
20:35 – Bin gerade heimgekommen, starte den Computer, werde noch etwas Englischtext scannen.
22:45 – Mit einem ersten Buch- Titel: „Ausgesetzt, was nun“ einem Hunderoman – bin ich nun fertig. Jetzt spiele ich zur Belohnung noch etwas FreeCell.
Das tat ich bis 23:45 – nun gehe ich ins Bett und schaue noch fern.
Das Licht löschte ich um 0.30

15. Mai 2002
8:00 – Frühstück.
8:45 – Wohnung aufräumen, Staub saugen, Böden feucht aufwischen, Wäsche zusammenlegen.
11:00 – Bei meinem jüngsten Bruder Victor angerufen (haben seit über 5 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Wir sind aber nicht böse miteinander, sondern haben irgendwie beide keine Zeit dazu erübrigt), seine Frau Vroni hob ab. Haben uns nett unterhalten und sie sagt, daß mein Bruder sich bestimmt freut und in den nächsten Tagen zurückrufen wird.
11:12 – Berichte vervollständigen; beende es um 12:45; fahre jetzt zu Josef, der hat Hähnchen und Reis für uns gemacht. Nach dem Essen, das sehr fein war, legen wir uns in den Garten auf die Liegen zum Ruhen. Zuerst ist es noch recht kühl, weil die Sonne von Wolken verdeckt wird, aber als die verschwinden, brauche ich die Decke, die ich mir geholt habe, doch nicht.
1 1/2 Stunden später, brechen Josef und ich zum Einkaufen auf. Wir besorgen 2 Holztürchen für seine Geschirrschränke (da staubt es bereits seit langem immer rein und unsere Enkelin konnte mit einem Handgriff alles ausräumen), Batterien für meinen Englisch-Computer, Mineralwasser, 2 Begonien und Wolle für 2 Sommerpulli (da habe ich wieder mal was zum Stricken – mache ich aber meistens mit der Maschine). Über 2 Stunden brauchen wir für diese Einkäufe, weil Josef mich zuerst in ein Geschäft schickt, welches die Batterien nicht hat, die ich benötige, und dann stellt er fest, daß er in dem ersten Geschäft, wo wir die Türen gekauft haben, seine Brille liegen gelassen hat: Dahin müssen wir also auch noch mal zurück.
18:30 – Wieder zuhause – sind eigentlich etwas müde vom Einkauf. Da ich aber gestern nicht gelaufen bin, möchte ich es unbedingt heute tun. Animiere Josef mitzumachen. Der will zuerst nicht, überwindet sich dann aber doch. Gehen es langsam an – 7 Minuten gehen x 3 Minuten laufen … und das 4 mal – das reicht um ins Schwitzen zu kommen.
19: 10 – Kommen zurück von unser Powertour .Ich ziehe mir Badeanzug und Neopren-Jacke + kurze Neopren-Hose an. (Die platzt, als ich mich hineinzwänge – konnte meinem „fetten.“ Hintern nicht mehr standhalten! Ist aber egal, behalte sie trotzdem an!) Jetzt geht es noch zum Schwimmen. Einmal hin und zurück – von einem Ufer zum anderen – das Wasser hat auf der Oberfläche 15 Grad (hab ich extra gemessen), ist also immer noch frisch. Anschließend dusche ich mich in Josefs Bad heiß ab – das Flüßchen ist zur Zeit reichlich schlammig – und ziehe mich warm an, weil ich danach doch recht abgekühlt bin!
Bis kurz vor 21 Uhr genieße ich noch den Abendfrieden im Garten, dann fahre ich, nach Umarmung und Kußwechsel mit meinem Josef, diesmal mit dem Auto nach Hause.
Bis 22 Uhr spiele ich FreeCell, dann fällt mir ein, daß ja noch ein Film mit Ottfried Fischer läuft – den möchte ich nicht ganz verpassen. Nach dem der zu ende ist, machte ich aber das Licht aus – für heute reicht’s!

16. Mai 2002
(Spruch für diesen Tag: Wer irgendwo ankommen will, muss sich irgendwann auf den Weg machen!)
9:00 – Frühstücken, aufstehen, aufräumen. Stelle dann fest, dass ich meine Brille bei Josef gelassen habe, rufe ihn an, sage daß er sie mitbringen soll, wenn er das Auto abholt. …. Warte auf Josef – fahre ihm entgegen – er ist noch zuhause! Gehe in den Garten, gieße ein bißchen. Dann kommt mein Liebster, der mich im Garten entdeckt hat, zu mir. Küsschen, Küsschen! “Ich fahre jetzt zu meiner Mutter!” erklärt er dann. “Ja tu das!” erwidere ich.
Nun könnte ich zwar mit dem Roller zurückfahren (daheim wartet Arbeit auf mich), aber ich nehme lieber das Fahrrad. Erstens ist es nicht so laut wie der immer noch defekte Roller, zweitens tut mir Bewegung immer gut.
11:00 – Komme verschwitzt und ausgepumpt nach Hause. (Die letzten 3/4 km zu meiner Wohnung ist ein relativ steiles Stück, das ich immer versuche ohne abzusteigen zu bewältigen. Und heute ist mir das auf Anhieb gelungen – hurra!!! ) Setzte mich an meinen Computer und notiere diesen Bericht. (Dann den Reste von gestern.) Trage verschiedene Notizen ein: Rezept für Maibowle, Kontoauszüge, etc.
13:14 – Beende die Arbeiten am Computer und mache mich an die Reparaturarbeiten an der alten Babypuppe von meiner Schwiegertochter. (Chantal wird sich freuen, wenn sie die wiederkriegt.) Und dann nähe ich noch an eine Bluse wieder die Knöpfe an, die ich entfernt hatte, weil sie versetzt werden mußten. (Ja, ja, die Figur ist auch nicht mehr das, was sie einmal war!!!)
14:00 – Packe meine Sachen und fahre mit dem Rad zum Garten.
Irgendwann an diesem Nachmittag ruft unser Sohn (Florian) an, fragt, ob wir ihm unsere Enkelin am nächsten Tag, ab dem Morgen, für einige Stunden abnehmen können. Können wir natürlich!
Beschließe deshalb heute nicht heimzufahren sondern bei Josef zu bleiben, dann muss ich nicht so früh aufstehen. Dem ist das sehr recht!
Am späten Nachmittag laufen wir unsere Strecke, anschließend gehe ich Schwimmen.
Nach dem Abendessen im Garten, überläßt Josef mir großzügig die Wahl des Fernsehprogramms. Lange schauen wir aber nicht mehr. Wir sind beide müde, machen um 10 Uhr das Licht aus.

17. Mai 2002
7:05 – Es klingelt an der Tür, ich wache davon auf. Das ist Florian, der jetzt seine Tochter bringt. Ich öffne verschlafen und vor mir steht Chantal im luftigen Sommerkleidchen, mit passendem Hut. Dahinter, lang und schlank, mein Sohnemann. Ich tu aber nicht rum, sondern husche in meine Heia zurück und krieche unter die Decke. “Komm rein!” locke ich meine Enkelin zu mir, und die lässt sich auch nicht lange bitte. Noch dazu, liegt doch ihre (eigentlich die ihrer Mutter), die von mir gerichtete Babypuppe neben mir. Ruck zuck, schon ist sie da und knutscht sie ab. Florian kommt auch, setzt sich zu uns. Und nun erscheint mit Bettzeug, auch mein Schätzelchen, Josef. Chantal und ich machen ihm platz und der richtet sich neben uns ein.
Kurz darauf verabschiedet sich Florian. Er hat heute noch eine lange Fahrt vor sich.
8:00 – Wir stehen auf, Frühstücken. Anschließend fahren wir zum Einkaufen. Ich bilde mir für meine Enkelin T-Shirt und Höschen ein, denn es ist draußen warm und Florian hat weiter nichts mitgebracht. Ein Töpfchen wäre auch nicht schlecht, vielleicht erwische ich sie doch einmal beim A-a-machen oder Pippi. Meiner Meinung nach braucht sie auch dringend einen Spieltisch und passenden Stuhl. Und wenn wir schon dabei sind, kann Josef sich gleich noch eine passende Tür für seinen Hochschrank in der Küche mitnehmen, dann ist die endlich komplett.
12:05 – Kommen von den Besorgungen zurück. Es hat alles geklappt, Chantal und Josef waren auch recht brav! Jetzt mache ich schnell etwas zu essen, denn Chantal muß danach dringend schlafen.
Während Josef und ich ebenfalls essen, versinkt Chantal, in ihrem Schlaf-Laufstall unter dem großen Sonnenschirm im Garten, in süße Träume. Dann legen auch wir uns auf unsere Liegen.
15:00 – Rufe meine Schwiegertochter an, sage, daß wir etwas später kommen, sie sich also noch ausruhen kann.
16:00 – Bringen Chantal nach Hause (das war damals noch in Mintraching). Conny macht uns einen Kaffee, den wir auf der Terrasse trinken.
18:00 – Zurückkommend schließt Josef mir die Pumpe an – der Garten muß dringend gegossen werden. Während der Regner läuft, mache ich mich allein zu meinem Lauftraining. Heute werden es 50 Minuten. Anschließend ein bisschen abkühlen und dann rein in die Neopren-Jacke und ins Wasser. Ach … tut das gut!
Bis ich heute mit all dem Gießen fertig werde, ist 23 Uhr längst vorbei. Es ist fast dunkel, trotzdem fahre ich mit den Knatterroller zu meiner Wohnung. Noch etwas FreeCell, dann in den Fernseher gucken und um 0:30 lösche ich das Licht.

18. Mai 2002
6:00 – Frühstücke, schlafe dann weiter.
10:00 – Stehe auf, schneide mir die Haare, Dusche danach gründlich.
11:00 – Richte die Strickmaschine her – brauche dringend einen Sommerpulli. Den Bund macht der elektrische Strickschlitten, dann muss ich selber ran. Wenn der Pulli fertig ist, kann ich ja mal ein Foto davon machen und einfügen. Foto einfügen!
13:36 – Bin fertig mit Bericht und Kontoauszüge nachtragen – bis 14:30 brauche ich, um Hosen zu kürzen (nachdem sie etwas eingegangen sind, kann ich gleich Kurze daraus machen).
Den Rest des Tages stricke ich an meinen Pullis und zur Entspannung gibts später etwas FreeCell …
19. Mai 2002
Ausschlafen und dann stricken, stricken, stricken … zur Entspannung und Ablenkung etwas Fernsehen und FreeCell! (Bin heute nicht aus dem Haus gegangen – das Wetter war eh ziemlich schlecht.)

20. Mai 2002
Heilige Messe besuchen, mit Josef frühstücken, dann ab nach Hause und stricken, stricken, stricken … (das Wetter ist immer noch regnerisch!)
21. Mai 2002
Stricke bis Mittag, bin dann sehr müde, mache mir etwas zum Essen, schlafe anschließend 1 1/2 Std. Wache auf, fühle mich niedergeschlagen und traurig. Versuche weiterzuschlafen – geht aber nicht. Raffe mich auf, schwinge mich auf meinen Roller, fahre zu Josef. Dort ziehe ich meine Sportschuhe an und mache 50 Minuten Powertraining (ich halte heute zuerst 11 Minuten und 30 Sek. durch beim Laufen und bei der 2. Periode sogar 12 Minuten). Danach durchatmen und Puls wieder zur Ruhe bringen. Nun habe ich wieder Kraft und Lust das Fischbecken zu reinigen (ist dringend nötig, aber eine ziemliche Schweinerei), schwimme anschließend eine Runde – heute ohne Neopren, bin sowieso schon nass und abgekühlt – in unserem Flüßchen. Dann dusche ich warm und setze ich mich etwas später in unseren Pavillon und schaue zu, wie sich das Fischbecken wieder mit Wasser füllt. (Bin gespannt, ob sich der Graskarpfen erholen wird – Josef nennt ihn schon den Rückenschimmer! Ich würde ihn ja in unserem Flüßchen aussetzen, aber dort erwischen ihn schnell die Hechte.)
Fahre gegen 20:00 nach Hause, stricke noch etwas und sehe dazu in den Fernseher.

22. Mai 2002
Aufräumen, Stricken, Bericht schreiben bis 10:40, diesen dann fertig machen fürs Internet bis 11:22. Danach weiterstricken – nachdem der elektrische Strickautomat den zweiten Bund fertig gestellt hat.

23. Mai 2002
Aufräumen, stricken, waschen, einkaufen.
Christoph, unser jüngerer Sohn, kommt am Nachmittag, er braucht einen Teil des Geldes, das Josef und ich für ihn aufgenommen haben. Ich fahre mit ihm zur Poststelle, lasse es von meinem Konto auf seines übertragen.
Verbringe danach noch etwas Zeit im Garten, fahre zeitig nach Hause, ruhe mich aus.

24. Mai 2002
Am Vormittag stricke ich an dem Pulli; hole dann um 10:30 Josef ab, und treffen uns um 11:00 unseren jüngerem Sohn bei seiner Bank, damit wir mit ihm zusammen seine finanziellen Probleme aus der Welt schaffen. Anschließend lädt er uns aus Dankbarkeit ein zu einem Essen beim Chinesen. Er ist ein netter Junge, ich liebe ihn von ganzen Herzen (Dich natürlich auch, Florian, mein Erstgeborener!)
15:00 – Mähe das Gras an der Friedhofsmauer nach, daß der Kirchenpfleger einen Tag zuvor mit der Sense gekürzt hat. Anschließend noch den Grasflecken, der zwei Bänke umgibt (ein schöner Schweinestall ist das, weil manchen Leuten der Weg zur Abfalltonne zu weit ist und sie deshalb ihren Mist ins Gras werfen).
17:00 – Starte zu meinem Lauftraining – Josef nehme ich heute nicht mit, bin im Moment nicht so gut auf ihn zu sprechen.
Zuhause stricke ich bis es Zeit ist, das Licht zu löschen.

25. Mai 2002
Stricke fast den ganzen Tag an meinen Sommerpullis, nur am späten Nachmittag mache ich mich auf zu Josef, um zu laufen und anschließend zu schwimmen …

26. Mai 2002
9:00 – Hl. Messe …
10:30 – fange an meinen elektrischen Strickschlitten zu reparieren, der am Vortag plötzlich angefangen hat zu spinnen …
13:00 – Mittagessen mit der ganzen Familie beim “Walter”, und zum Nachmittagskaffee lädt uns Conny alle zu sich ein…
ca. 17:00 – Lauftraining (5 x 5, 40 Min.), anschließend schwimmen (das Wasser ist nach den starken Regenfällen wieder ganz schön kalt).
Zu Hause ruhe ich mich ein wenig aus, mache mich aber bald wieder an meinen Strickschlitten (es ist eine komplizierte, diffizile Angelegenheit).

Explosionszeichnung einfügen!


22:00 – Der Strickschlitten ist fast fertig, aber meine Konzentration läßt stark nach – es ist Zeit, dass ich ins Bett gehe.

27. Mai 2002
Aufräumen und stricken … Bericht schreiben – habe einige Tage nachzuholen; Wäsche waschen …
Fahre am Nachmittag zu Josef, “kaufe” bei ihm ein – das heißt, ich hole mir Lebensmittel aus der Gefriertruhe, die aus Platzgründen bei ihm steht und die ich immer wieder mit allem möglichen auffülle.
Zwei Pulli mit samt Ärmel-Stolen sind fertig, beginne mit dem Dritten – dazu nehme ich weiße Wolle.

28. Mai 2002
Gut daß das Wetter so schlecht ist, da kann ich wenigstens ohne schlechtem Gewissen zu Hause bleiben und meine Strickarbeiten machen …
Mehr tat ich an diesem Tag auch nicht und so wurde heute auch der weiße Sommerpulli fertig.

29. Mai 2002
Das Wetter ist trotz schlechter Vorhersage gut, deshalb fahre ich nach dem Frühstück zum Garten.
Der Fliederbusch muss gekürzt werden – an zwei der alten Stämme zeigen sich Folgen von Pilzbefall. Danach hilft mir Josef den Maulbeerbaum zu fällen – er wirft einfach zu viel Schatten auf all meine Sträucher und Blumen in der hinteren Rabatte und nahm ihnen außerdem Wasser und Nahrung weg.
Nach dem Mittagessen wollte ich dann die Außenrabatte entfernen, aber als ich so davor stand, brachte ich es doch nicht übers Herz. Also raus mit den verblühten Pflanzenresten und dem Unkraut. Das dauerte … !!!
Und weil morgen Fronleichnam ist, kehre ich auch noch die Straße. Dann bin ich geschafft – ist ja auch inzwischen schon 20 Uhr vorbei.

30. Mai 2002
Treffe um 8:45 bei Josef ein.
Um 9:00 beginnt der Auftakt zur Fronleichnams-Messe. Dann ziehen die Gläubigen – auch Josef und ich – hinter dem Allerheiligsten her: Wir gehen über die kleine Fußgängerbrücke ins Dörfchen, halten an den verschiedenen Außenaltären und kehren schließlich zur und in die Kirche zurück. Zwei Stunden dauert das ganze, dann sind wir wieder entlassen. Jetzt setzte ich schnell Kartoffeln, für Kartoffelsalat auf, denn später kommen unsere Kinder und wollen mit uns im Garten grillen.
13:00 – Ich bin gerade mit dem Salat fertig, da sehe ich auch schon Florians Auto heranfahren. Auf dem Anhänger hat er sein großes Schlauchboot – damit wollen wir später wieder ein bißchen auf unserem Flüßchen herum rudern.
Kurz darauf trifft auch Christoph ein. Der Grill ist bereit, Josef hat ihn rechtzeitig angeschürt, und allen schmeckt es.
Danach verdrückt sich Christoph wieder, er ist noch??? oder schon wieder??? müde! Wir anderen steigen ins Boot und machen eine Ruderpartie.
Kurz vor 15:00 holt Josef seine Mutter – es gibt nun Kaffee und Kuchen. Anschließend bietet Florian seiner Omi an, auch mit ihr ein wenig Boot zufahren. Sie sagt begeistert zu und mit Josefs Hilfe, hieven die zwei sie hinein.
Conny und ich unterhalten uns eine Zeitlang, dann mache ich den Vorschlag, nach unseren Ruderern zu sehen. Wir nehmen Chantal zwischen uns, und gehen auf die kleine Brücke. Weit vor uns, in Nähe des Hauptflusses (die Donau), können wir die drei ausmachen. Ich nehme Chantal hoch, setze sie auf die Brüstung. Wir sehen ihnen zu, bis sie wieder bei uns angelangt sind.
17:00 – Chantal ist sehr müde – sie hat am Mittag nicht geschlafen – und so machen sich die drei nun wieder auf den Weg nach Hause.
Schwiegermutter, Josef und ich setzen uns vor den Fischteich, sehen den Goldfischen beim Fressen zu und unterhalten uns ruhig und friedlich. Dann ist es auch zeit, sie heim zu bringen.
Ich bleibe noch im Garten und beschließe heute bei Josef zu übernachten.
Der freut sich darüber, als er zurückkommt. Nach dem Abendessen kuscheln wir uns auf der Schlafcoach zusammen uns sehen uns einen Spielfilm an.

31. Mai 2002
Als ich aufwache, sagt mir ein Blick nach draußen, daß es wieder ein schöner Tag zu werden scheint. Da hält es mich nicht lange im Bett. Ich wecke Josef, wir frühstücken rasch und ziehen dann unsere Inlineskater an. Ich verrate ihm nicht, wie weit ich fahren will, damit er nicht gleich am Anfang aufgibt. Es geht über die Flußbrücke, dann rechts den Fahrradweg an der Donau entlang. Nach ca. 4 km kommen wir beim “Nikolaus” einer Steinstatue an. Josef ruft hinter mir: “Umkehren!” Aber ich mache nur eine Handbewegung nach vorn und gezwungenermaßen – wenn er nicht alleine zurück will – kommt er mir nach. Jetzt bladen (= Inlineskates fahren) wir neben der Hauptstraße und dann erreichen wir die Stadtgrenze. Noch ein Stückchen weiter locke ich Josef mit mir, bis wir schließlich ca. 6 km hinter uns haben. Nun bin ich bereit umzukehren. Josef schafft das meist locker, er traut sich selbst nur nicht immer so viel zu, wie ich ihm. Hinterher ist er dann aber immer sehr stolz auf seine Leistung.
Übrigens, liebe Buben – denn ihr lest die Berichte ja irgendwann, heute haben wir uns beide seit längerer Zeit mal wieder auf den Arsch dabei gesetzt. Ich beim Umsteigen vom Bürgersteig auf die Straße, weil ich dabei in Rücklage geriet. Wie in Zeitlupe setzte ich mich auf meine linke Pobacke und fing den Sturz mit sämtlichen zehn Fingern ab, so daß ich außer leichten Prellen an denen und dem Po keinerlei Verletzungen davontrug. Euer Vater, der hinter mir fuhr, sagte mir erst später von seinem Sturz, den ich gar nicht mitbekommen hatte. Auch er war, außer leichten Prellungen, nicht weiter verletzt.
Nach dem wir heim kamen setzte ich die Arbeit im Garten fort, die ich am Mittwoch begonnen habe. Das Wetter ist immer noch schön. Sonnig zwar, aber nicht zu warm – ideal für Gartenarbeiten.
Das tat ich bis zum Abend, dann war ich geschafft – fuhr nicht einmal mehr in meine Wohnung, sondern blieb noch mal beim Josef, der sich darüber sehr freute.

Erstellt und zur Verfügung gestellt von Hildegard Fischer am 7. 5. 2020.
Inhaberin aller Rechte daran!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.